Projekt „DIGI-CO“ stärkt digitale Transformation im östlichen Ruhrgebiet

Gute Nachrichten für kleine und mittlere Unternehmen im östlichen Ruhrgebiet: Das neue Verbundprojekt „#digital#connect#ruhr-ost: Wissens- und Technologietransfer für optimierte und intelligente Unternehmensschnittstellen in der lernenden Region östliches Ruhrgebiet“ (DIGI-CO) wird im Rahmen des Projektaufrufs „Regio.NRW – Transformation“ durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union gefördert. Ziel des Projekts ist es, den Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschung und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region nachhaltig zu stärken. Für die Umsetzung stehen über eine Laufzeit von drei Jahren insgesamt 2,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

 

Gemeinsame Initiative für nachhaltige Digitalisierung im östlichen Ruhrgebiet

Die Region östliches Ruhrgebiet ist geprägt durch den Strukturwandel und eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor zentralen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, Fachkräftemangel und einem vergleichsweise geringen Digitalisierungsgrad. Digitalisierung – insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz – gilt dabei als zentraler Treiber für technologisches und wirtschaftliches Wachstum.

Um die regionalen Stärken gezielt für eine nachhaltige Transformation zu nutzen, haben sich mehrere Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengeschlossen: die Digital Hub Management GmbH und die TZ Net GmbH aus Dortmund, IMPULS – Die Hammer Wirtschaftsagentur GmbH, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG Unna) sowie die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL). Gemeinsam mit zahlreichen assoziierten Partnern verfolgen sie das Ziel, den Zugang zu Wissen, Forschung und neuen digitalen Technologien für Unternehmen deutlich zu erleichtern.

 

Unternehmen werden gezielt durch Unterstützungsangebote gestärkt

Zentrales Ziel von DIGI-CO ist es, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen durch den Aufbau digitaler, optimierter und intelligenter Unternehmensschnittstellen nachhaltig zu stärken. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen profitieren von einem umfangreichen Maßnahmenpaket:
Geplant sind unter anderem praxisnahe Webinare und Workshops, Transferzirkel mit wissenschaftlichen Partnern sowie ein digitaler Selbstcheck, mit dem Unternehmen ihren eigenen Digitalisierungsgrad analysieren und Entwicklungspotenziale identifizieren können.

 

Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz

Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf dem Transfer KI-gestützter Lösungen, etwa im Bereich des Wissensmanagements, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Ergänzend dazu setzen die Projektpartner auf persönliche Beratung, Vernetzung und die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen, damit Unternehmen passgenau bei ihren individuellen Herausforderungen unterstützt werden.

 

Leuchtturmprojekt für die Region Ruhr-Ost

Maria Beck, Geschäftsführerin der Digital Hub Management GmbH und Konsortialleiterin von DIGI-CO, hebt die Bedeutung des Projekts für die Region hervor:

„DIGI-CO ist ein starkes Signal für die gesamte Region Ruhr-Ost. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es entscheidend, dass sie bei der digitalen Transformation nicht zurückbleiben. Mit dem Projekt schaffen wir praxisnahe Angebote und neue Verbindungen zu Hochschulen, die dauerhaft wirken werden. Wir freuen uns, gemeinsam mit den Projektpartnern die digitale Zukunft in der Region zu gestalten.“

Kai Bünseler, Geschäftsführer der TZ Net GmbH, betont die Rolle des Netzwerks für den Wissenstransfer im östlichen Ruhrgebiet:

„Mit DIGI-CO schaffen wir eine tragfähige Brücke für Kooperationen im östlichen Ruhrgebiet. Als Netzwerkknoten mit engem Zugang zu Unternehmen und Start-ups mit hohen digitalen Kompetenzen bringen wir diese gezielt dorthin, wo sie gebraucht werden – in die kleinen und mittleren Betriebe vor Ort. Unser Anspruch ist es, Innovation, Wissenstransfer und konkrete Anwendung nachhaltig miteinander zu verbinden und Kooperationen wirksam anzustoßen.“

Pascal Ledune, Geschäftsführer von IMPULS – Die Hammer Wirtschaftsagentur GmbH, verweist auf die Herausforderungen am Standort Hamm:

„Die Unternehmen in Hamm stehen vor tiefgreifenden Herausforderungen durch Digitalisierung, Fachkräftemangel und demografischen Wandel. DIGI-CO setzt genau hier an: Mit branchenoffenen, praxisnahen Angeboten und einem starken Wissenschaftsbezug unterstützen wir Betriebe dabei, digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz oder intelligente Schnittstellenlösungen strategisch einzusetzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.“

Sascha Dorday, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG Unna), unterstreicht die Bedeutung regionaler Innovationsstrukturen:

„Gerade für den stark mittelständisch geprägten Kreis Unna ist der Zugang zu digitalem Know-how, wissenschaftlicher Expertise und Innovationsnetzwerken ein entscheidender Erfolgsfaktor. DIGI-CO ermöglicht diesen Transfer auf strukturierte Weise: Unternehmen erhalten praxisnahe Unterstützung, neue Impulse aus der Forschung und werden gezielt in regionale Innovationsstrukturen eingebunden – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Zukunftssicherung unseres Wirtschaftsstandorts.“

Prof. Dr. Uwe Kleinkes, Studiengangsleiter „Technisches Management und Marketing“ an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL), hebt den Transfergedanken hervor:

„Als anwendungsorientierte Hochschule sehen wir unsere zentrale Aufgabe darin, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Lösungen für die Praxis zu überführen. DIGI-CO bietet dafür einen idealen Rahmen: Gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftspartnern bringen wir aktuelles Know-how zu digitalen Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und vernetzten Systemen direkt in die Unternehmen und stärken so den nachhaltigen Wissens- und Technologietransfer in der Region.“

Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union (EFRE), des Landes Nordrhein-Westfalen sowie aus Eigenanteilen der beteiligten Partnerinstitutionen finanziert.

Pressekontakt:
Karina Kampert
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